Ausstellungsleitung der Großen Kunstausstellung

im Haus der Kunst München e.V.

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Albert Lohr

Clo(w)ning 2

 

2014, Öl auf Tapetenvlies, manueller Hochdruck, Installation 400 × 600 cm, Maße variabel

 

 

Vor einigen Jahren horchte die Öffent-lichkeit durch die Meldung auf, For-scher hätten einen menschlichen Embryo reproduziert. Die mit Befürch-tungen gepaarte Faszinationsmacht der Gentechnologie bestimmen die Diskussion um die künstliche Repro-duktion von Menschen. Doch so un-behaglich dieser Gedanke auch für viele Zeitgenossen sein mag: Der Diskurs um Recht und Ethik der Repro-

duktion ist schon mehrere Jahrhunder-te alt und reicht zurück bis in die Anfänge unserer Bildkultur. Die zehn Gebote Mose enthalten das weithin bekannte Bildnisverbot. Auch im Pentateuch, den fünf Büchern Mose, finden sich weitere Auflagen. Der Mensch möge sich davor hüten, Abbil-der zu schaffen von Gott, Mensch und Tieren, heißt es. Wieso aber wurden Bilder als gefährlich erachtet? Ist ein Klon nicht im weitesten Sinn ein Abbild des Originals? Was heißt es, einen Menschen zu klonen?

 

www.albert-lohr.de