Ausstellungsleitung der Großen Kunstausstellung

im Haus der Kunst München e.V.

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Christoph Nicolaus

Sonnenzeichnung

 

Seit 2001 kontinuierlich Sonnen­strahlen auf Papier, Maße variabel

 

Mit einer Lupe zum Brennpunkt gebündelte Sonnenstrahlen werden freihändig in horizontalen mit Bleistift vorgezeichneten Linien über das Blatt geführt. Das Einbrennen der Linien geschieht im Abstand von 1 mm zueinander. Die Verschiedenheit der Blätter ergibt sich durch Sonnenstand, Himmelseintrübungen und leichte Bewegungen der die Lupe führenden Hände. Die Sonne, Zentralgestirn und Lebensschöpferin, wurde und wird in vielen Kulturen als Göttlich verehrt. Wie Tage und Jahreszeiten aufeinander folgen, wobei jeder Tag und jede Jahreszeit verschieden ist, so entste­hen auch diese Sonnengravuren in kontinuierlicher Folge auf gleichem Papier und immer gleichem recht­eckigen Format; und jedes Blatt unterscheidet sich vom anderen. Die Erstellung eines Blattes dauert meist mehrere Tage. Bisher sind über 500 Blätter entstanden.