Ausstellungsleitung der Großen Kunstausstellung

im Haus der Kunst München e.V.

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Norbert León Tress

Metamorphose

 

2014, Lehm, Jurakalksteinmehl, Humuserde, Leinwand 240 × 180 cm

 

Unter den Malern bin ich ein Bauer oder ein Sänger, ein Poet. Mein Malstoff ist die Erde, geschürft, getrocknet, gesiebt, bisweilen mit Pigmenten vermischt und vermalt, geschüttet, auch gegossen, zu den Gesängen. Fünfzehn Jahre einsamer Arbeit haben bewirkt, dass sich verschiedene Rhythmen, gegensätzli­che Strömungen in meiner Malerei abgelöst haben. Hier, sie vertäuend, sie verflechtend, ohne das Dauerhafte zu finden, da es nicht existiert, sind Lein­wände und Papierarbeiten. Zerstreut , wie das Malen in seinen ungreifbaren Abwandlungen, fröhlich und bitter: ich habe sie gemacht, und ich habe, als ich sie machte, ein wenig gelitten, ob ihrer Vergänglichkeit – ob dieser Wandlung des Augenblicks. Ich habe nur das Leben besungen und die Liebe zur Erde, wie jemand, der als erstes mit großen Schreien die Welt begrüßt …    N. L. Tress

 

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